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Fit im Verein

eb/pm
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Der Deutsche Olympische Sportbund will mit einem neuen Projekt mehr ältere Migranten für die Angebote der Sportvereine gewinnen. Ziel ist, dass die Senioren länger gesund und fit bleiben.

Das Bundesgesundheitsministerium fördert das Projekt mit 655.000 Euro. Das Vorhaben mit dem etwas sperrigen Titel "Zugewandert und geblieben - zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung mit dem besonderen Fokus auf ältere Frauen und Männer mit Migrationshintergrund" läuft über einen Zeitraum von drei Jahren. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will damit ältere Migranten ab 60 Jahren zu mehr Bewegung und körperlicher Aktivität motivieren.

Ein Beitrag zur Integration

"Die Sportvereine leisten unschätzbar viel für die Gesundheitsförderung", erklärte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zum Start des Projekts. "Ältere Migrantinnen und Migranten werden bislang nur unzureichend von Gesundheitsfördernden Angeboten erreicht. Ich freue mich, dass sich der DOSB zum Ziel gesetzt hat, ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für den Bereich Bewegung und Sport zu begeistern." Das sei ein wichtiger Beitrag für die Gesundheitsförderung und zugleich für die Integration dieser Menschen, sagte Bahr.

Im Einzelnen wird das Projekt Angebote zur Gesundheitsförderung entwickeln und erproben. Wichtig dabei sei laut DOSB, dass Wege gefunden werden, um ältere Migranten zu erreichen. Weiterhin werden zielgruppenspezifische Angebote und Maßnahmen des organisierten Sports konzipiert und umgesetzt sowie die Mitgliedsverbände und Vereine des DOSB für die Belange älterer Menschen mit Migrationshintergrund sensibilisiert.

Das Projekt wird vom Institut für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Im Rahmen des Projektes wird intensiv mit Migrantenorganisationen, aber auch weiteren Partnern zusammengearbeitet.

Ein langfristig gesunder Lebensstil

"Älteren Migrantinnen und Migranten sind Bewegung, Spiel und Sport als Teil gesundheitsorientierter Lebensgestaltung - insbesondere in Gemeinschaft in einem Sportverein - und ihre Bedeutung für das Wohlbefinden oft unbekannt", erläuterte DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers. "Unsere Angebote sollen von Beginn an gemeinsam mit Migrantinnen und Migranten entwickelt werden." Dies sei wichtig, damit die Menschen mit all ihren Anliegen und Interessen mitgenommen und langfristig für einen gesunden Lebensstil und damit auch für den Vereinssport begeistert werden können.

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