„Mundgesundheit ist ein Recht, kein Privileg“
Ziel des Aktionstags und der begleitenden Kampagne ist es, Menschen weltweit mit dem Wissen, den Instrumenten und dem Selbstvertrauen auszustatten, damit sie sich um ihre Mundpflege und Zahngesundheit kümmern und somit auch ihr allgemeines Wohlbefinden schützen können, so die Botschaft der FDI. Die Kampagne in diesem Jahr konzentriert sich auf den engen Zusammenhang zwischen der Mundgesundheit und der psychischen Gesundheit. Das Motto lautet daher: „A happy mouth is a happy mind.”
Die zentrale Rolle der Mundgesundheit für das allgemeine Wohlbefinden
Jeder verdiene Zugang zu den Möglichkeiten für eine gute Mundgesundheit, sagt FDI-Präsident Dr. Greg Chadwick und ruft die Weltgemeinschaft zum Zusammenschluss am Aktionstag auf. Durch einen gesunden Mund könnten Lebensqualität und Selbstwertgefühl spürbar gesteigert werden. „Mundgesundheit ist ein Recht, kein Privileg“, so Chadwick. Leider sei das bei Weitem noch nicht die Realität für alle Menschen. Und obwohl orale Krankheiten vermeidbar sind, bliebe die weltweite Belastung dadurch bislang „inakzeptabel hoch“. Niedrigschwellige und günstige Angebote zu machen, sei daher das Ziel für die Weltgemeinschaft.
Die FDI animiert zum Mitmachen und stellt dafür Infomaterialien zur Botschaft auf ihrer Website bereit. Mit „Toothie“ hat sie ein eigenes Maskottchen ins Leben gerufen, dass Kinder motivieren soll, ihre Mundgesundheit als aktive und positive Angelegenheit zu erfahren. Mit bereitgestellten Motiven kann man sich sein personalisiertes Poster oder ein Social-Media-Posting kreieren, es auch teilen und somit sichtbarer Unterstützer werden. So formiert sich eine Community aus Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der ganzen Welt.
In Deutschland zahlt sich Prävention aus
In Deutschland zeigt die gerade veröffentlichte „Sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie“ (DMS 6), wie wirksam zahnärztliche Prävention ist. Klar erkennbar setzt sich der Rückgang von Karies in allen Altersgruppen fort. Allerdings bleibt Parodontitis, gerade auch bei jüngeren Erwachsenen und Senioren, eine gesundheitliche Herausforderung in der Zahnmedizin. Zahnärztinnen und Zahnärzte sind hier weiterhin gefordert, Patienten gezielt über Risikofaktoren und Präventionsmöglichkeiten aufzuklären.