Umfrage aus Großbritannien

Jedes vierte Kind putzt nicht regelmäßig die Zähne

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Politik
Umfragedaten zeigen, dass Zahnpflege bei einigen Kindern zu kurz kommt. Ein von der britischen Regierung beschlossenes Präventionsprogramm für Kitas soll die Mundgesundheit von über 600.000 Kindern langfristig verbessern.

Die britische Regierung kündigte kürzlich ein neues Programm für ein beaufsichtigtes Zähneputzen in Kindergärten und Schulen an, für das sie elf Millionen Pfund zur Verfügung stellt. Profitieren sollen vor allem drei- bis fünfjährige Kinder aus benachteiligten Gebieten. Jüngste Daten zeigen, dass in England jedes fünfte Kindern im Alter von fünf Jahren an Karies erkrankt ist, wobei in benachteiligten Gebieten sogar jedes dritte Kind betroffen ist. Die Initiative soll Kindern langfristig ein Bewusstsein für Mundgesundheit vermitteln und sie zu guten Mundpflegegewohnheiten ermutigen.

Um die Herausforderungen der häuslichen Mundhygiene besser zu verstehen, führten das Dentalunternehmen Ordo und der Dental Wellness Trust eine Umfrage durch: Dabei wurden 1.000 Eltern befragt, wie sie das Zähneputzen mit ihren Kindern gestalten und welche Strategien sie dabei anwenden.

Im Alltagsstress geht Mundpflege unter

Die Ergebnisse zeigen, dass jedes vierte Kind nicht regelmäßig die Zähne putzt (24 Prozent). Als Gründe dafür für dieses Versäumnis führen über die Hälfte der Eltern Alltagsstress, Hektik am Morgen, Müdigkeit am Abend und volle Zeitpläne an (52 Prozent). Nur 59 Prozent der Eltern putzen zweimal täglich gemeinsam mit ihren Kindern die Zähne.

Kreative Motivationsstrategien

Viele Eltern setzen verschiedene Strategien ein, um ihre Kinder zum Zähneputzen zu motivieren. Insgesamt 49 Prozent der Eltern finden, dass eine strenge Zahnputz-Routine wichtig ist. 36 Prozent hören Musik zum Zähneputzen oder nutzen Sanduhren oder Timer als Motivationstools. 34 Prozent machen da Zähneputzen zu einer Familienaktivität und putzen mit ihren Kindern zusammen. 16 Prozent belohnen ihre Kinder für das Zähneputzen mit kleinen Aufmerksamkeiten.

21 Prozent der Eltern fühlen sich allein gelassen und vertreten die Meinung, dass das zahnmedizinische Bildungssystem unzureichend ist. 44 Prozent befürworten das neue Präventionsprogramm der Regierung. Acht Prozent der Eltern bezweifeln allerdings eine langfristige und positive Wirkung und vier Prozent befürchten, dass es nicht die Kinder erreicht, die es am dringendsten benötigen.

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