So unterstützen Sie psychisch erkrankte Mitarbeiter
Das praxisorientierte Online-Hilfeportal TAPE des Universitätsklinikums Ulm bietet Arbeitgebern ab sofort eine Anlaufstelle, um Anregungen, Hilfestellungen und Ratschläge für den Umgang mit psychisch erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bekommen.
In der Praxis zeige sich noch immer, dass es häufig an der Bereitstellung „kompetitiver Arbeitsplätze mangelt, die an die besonderen Bedürfnisse betroffener Personen angepasst sind“, heißt es in einer Mitteilung des Universitätsklinikums. Um die Rahmenbedingungen nachhaltig zu verbessern und Betroffenen somit den Weg zurück in den Beruf zu ermöglichen, komme es deshalb vor allem auf die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber an.
Das Online-Hilfeportal ist in fünf Bereiche unterteilt. Die ersten drei Bereiche orientieren sich am Arbeitsalltag. Hier finden Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Tipps zum Umgang mit erstmaligen psychischen Krisen bei Mitarbeitenden (1) zur Anstellung (2) und zur Weiterbeschäftigung von Menschen mit psychischer Erkrankung (3). Im vierten und fünften Bereich sind weitergehende Informationen sowie Listen von Ansprechpartnern gesammelt.
„Die hier vorgestellten Empfehlungen sind von Arbeitgebern für Arbeitgeber entwickelt worden“, heißt es auf der Webseite des Portals. Die Projektverantwortlichen haben dafür Interviews mit insgesamt 30 Arbeitgebern von kleinen, mittleren und Großunternehmen in Süddeutschland geführt. Außerdem berichteten 34 Personen mit psychischer Erkrankung über ihre Erfahrungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Das Online-Hilfeportal TAPE („Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt von Menschen mit psychischen Erkrankungen“) ist aus einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Universitätsklinikums Ulm und der gemeinnützigen Genossenschaft „MutMacherMenschen“ hervorgegangen. Das zwischen 2022 und 2025 durchgeführte Projekt wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit 332.642 Euro gefördert.