Viele Beschwerden über gestrichene Erstattungen
Für die mehr als 3.300 Teilnehmenden an der Online-Befragung sei das besonders ärgerlich gewesen, denn „die Leistung war der mit Abstand wichtigste Grund für die Befragten, sich für die PKV zu entscheiden“, schreibt Finanztip. 32 Prozent hätten das als den ausschlaggebenden Grund genannt.
PKV dementiert ähnliche Berichte
Erst kürzlich hatten der „Spiegel“ und das ZDF-Magazin „Frontal“ darüber berichtet, dass privat versicherten Patientinnen und Patienten die Erstattung ihrer Behandlungskosten häufig verweigert würde. Auch seien viele der Versicherten schlechter abgesichert als vermutet.
Der PKV-Verband dementierte die Berichte. Es handele sich um Einzelfälle. „Schon der Anstieg der PKV-Leistungsausgaben in den letzten Jahren belegt, dass die Leistungen an die Versicherten keineswegs gekürzt wurden, sondern im Gegenteil stetig zugenommen haben, allein in den letzten drei Jahren um fast 20 Prozent“, heißt es in einer Mitteilung. Jedes Jahr würden mehr als 70 Millionen Rechnungen zur Erstattung eingereicht. Im vergangenen Jahr habe es dabei nur in 0,0017 Prozent der Fälle Eingaben beim PKV-Ombudsmann gegeben.
In der Finanztip-Befragung – an der sich vor allem Nutzerinnen und Nutzer der Verbraucherplattform beteiligt haben – gaben mehr als fünf Prozent der Befragten an, bereits einen Prozess gegen ihren Versicherer geführt zu haben.