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Qualitätsreport Krankenhäuser

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Der Qualitätsreport 2012 des AQUA-Instituts steht im Internet. Er stellt die Versorgungsqualität aller deutschen Krankenhäuser zu den 30 Leistungsbereichen dar, die sich in der externen gesetzlichen Qualitätssicherung befinden.

"Die Ergebnisse zeigen, dass in den Krankenhäusern über alle Bereiche hinweg gute Arbeit gemacht wird und sich insgesamt die Qualität im Verhältnis zum Vorjahr verbessert hat“, erläutert Prof. Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des AQUA-Instituts. 

Vier Millionen Datensätze

Dem Report, dessen Veröffentlichung der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 19. September beschlossen hatte, liegen Angaben zur Behandlungs- und Ergebnisqualität von rund einem Viertel aller stationären Krankenhausfälle zugrunde. Insgesamt wurden im Erfassungsjahr in 1.658 Krankenhäusern mehr als vier Millionen Datensätze zu 464 Qualitätsindikatoren erhoben.

Der Qualitätsreport 2012 zeige die große Leistungsfähigkeit und ein hohes Qualitäts­niveau der deutschen Krankenhäuser, sagte Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA, bei der Präsentation des Reports.

Im Vergleich mit den Ergebnissen des Vorjahres deuteten demnach 57 Indikatoren auf eine Verbesserung der Versorgung. "Erfreulicherweise hat sich insbesondere die Zahl der nosokomialen Infektionen bei Neugeborenen verringert“, zitiert das Deutsche Ärzteblatt Klakow-Franck. Bei ihnen seien zudem weniger Fälle von Sepsis zu verzeichnen gewesen, Hörtests seien häufiger durchgeführt worden.

Nosokomiale Infektionen erstmals untersucht

2012 wurden unter anderem die Ergebnisse der Versorgung in Geburtshilfe und Neonatologie, bei Transplantationen, Hüft- und Knietotalendoprothesen sowie kathetergestützten Eingriffen an Herzkranzgefäßen und Herzklappen untersucht. Erstmals ist im vorliegenden Report ein Kapitel zu nosokomialen Infektionen enthalten.

Auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) bewertet die Ergebnisse des Qualitätsreports 2012 positiv. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es qualitative Verbesserungen in 15 der 30 untersuchten Leistungsbereiche. Von 464 Qualitäts­indikatoren hätten sich 56 verbessert, 379 seien auf konstant gutem Niveau geblieben.

Aber auch auffällige Verschlechterungen

Klakow-Franck wies allerdings auch darauf hin, dass sich die Ergebnisse zu 21 Indikatoren im Vorjahresvergleich rechnerisch sichtbar verschlechtert hätten. „Ob und welche qualitativen Mängel damit verbunden sind, wird im strukturierten Dialog mit den einzelnen Krankenhäusern aufgeklärt werden“, betonte sie. Mit auffälligen Krankenhäusern würden als ein fester Bestandteil des Verfahrens beispielsweise konkrete Zielvereinbarungen zur Behebung der Mängel geschlossen.

DerQualitätsreportwird vom AQUA-Institut jährlich im Auftrag des G-BA erstellt. Es handelt sich dabei um eine zusammengefasste und kommentierte Darstellung aus den  Bundesauswertungen, in denen alle erhobenen Daten detailliert enthalten sind. Sowohl im Qualitätsreport als auch in den Bundesauswertungen werden keine Krankenhäuser namentlich aufgeführt, sondern die Ergebnisse aller Häuser abgebildet.

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