Preisindex 1. Quartal 2025

Verbrauchsmaterialien kosten wieder weniger

LL
Praxis
Im 1. Quartal des neuen Jahres haben sich die Preise für medizinische Verbrauchsmaterialien zum Teil deutlich reduziert. Das zeigt der aktuelle Preisindex von Praxisdienst. Durchschnittlich kosten die Produkte 1,26 Prozent weniger als noch im Winter 2024.

Der Preisindex des „Praxisdienst“ hat sich im 1. Quartal 2025 auf 100,47 Punkte reduziert. Die Preise für medizinisches Verbrauchsmaterial sanken im Vergleich zum 4. Quartal 2024 um 1,26 Prozent (-1,28 Punkte), berichtet der Anbieter für Medizinprodukte. Der stärkste Preisanstieg seit Bestehen des Preisindex ergab sich im 3. Quartal 2024. Er betrug 1,27 Prozent. Dieser wurde somit nun fast kompensiert.

Abgesehen von den Produktgruppen OP-Bedarf/Einmalinstrumente mit einem Preisanstieg von 3,13 Punkten, Schutzkleidung + 1,75 Punkte sowie Wund- und Verbandsmaterial + 0,25 Punkte, haben sich die Preise für medizinisches Verbrauchsmaterial erkennbar reduziert. Mit einem aktuellen Indexstand von 100,47 Punkten kostet medizinisches Verbrauchsmaterial aktuell fast genauso viel wie vor zwei Jahren. Schutzkleidung, Hygiene- und Papierprodukte sowie Laborbedarf sind sogar günstiger als zu der Zeit.

Die Preisentwicklung der einzelnen Kategorien im 1. Quartal

  • Schutzkleidung: 99,11 Punkte (+1,75 Punkte)

  • Wund- und Verbandmaterial: 102,87 Punkte (+0,25 Punkte)

  • Hygieneartikel/Papierprodukte: 98,87 Punkte (-0,92 Punkte)

  • Desinfektion: 104,36 Punkte (-2,07 Punkte)

  • OP-Bedarf/Einmalinstrumente: 104,03 Punkte (+3,13 Punkte)

  • OP-Bedarf/sonstige Abdeckungen: 101,41 Punkte (-1,77 Punkte)

  • Laborbedarf: 99,66 Punkte (-1,20 Punkte)

  • Infusion & Injektion: 102,04 Punkte (-0,89 Punkte)

Starkes Wettbewerbsumfeld lässt Preise sinken

Diese Entwicklung unterscheidet sich grundsätzlich von der Preisentwicklung in anderen Branchen, schreibt das Unternehmen zur aktuellen Entwicklung. Da auch der medizinische Fachhandel von den starken Kostensteigerungen bei Personal, Fracht sowie ungünstigen Wechselkursentwicklungen betroffen ist, sieht Praxisdienst den Grund in einem starken Wettbewerbsumfeld, das keinen Spielraum für notwendige Preiserhöhungen lässt, heißt es.

Ob Preiserhöhungen zeitversetzt erfolgen oder diese Situation weiterhin andauert, ließe sich jedoch nicht abschätzen. Konstanten und teilweise leicht rückläufigen Kosten bei importierten Produkten sowie Frachtraten stünden starke Preiserhöhungen bei lokalen Lieferanten sowie Personalkosten entgegen. Beide Entwicklungen betrachtet, geht das Portal für das 2. Quartal 2025 von eher gleichbleibenden Preisen aus.

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