Studie aus den USA

Zahnarztbesuch senkt Risiko für Schwangerschaftsdiabetes

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Zahnmedizin
Die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen während der Schwangerschaft kann durch Inanspruchnahme zahnärztlicher präventiver Maßnahmen gesenkt werden.

Schwangere Frauen in den USA nehmen während der Schwangerschaft nur in geringem Maße zahnmedizinische Leistungen in Anspruch, wobei weniger als 40 Prozent eine präventive zahnmedizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Das kann das Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft erhöhen. Die Ergebnisse der Studie des Oral Health Workforce Research Center in Albany (USA) bestätigen erneut den Zusammenhang von Mundgesundheit und Allgemeingesundheit.

Die Forschenden der University at Albany analysierten Daten aus dem Pregnancy Risk Assessment Monitoring System (PRAMS), einem langjährigen Datenspeicher der Centers for Disease Control and Prevention, aus den Jahren 2016 bis 2020. Dabei wurden insbesondere Ungleichheiten bei Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck untersucht. Insgesamt sieben Prozent der Frauen litten unter Schwangerschaftsdiabetes und 13,3 Prozent unter erhöhtem Blutdruck während der Schwangerschaft.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für diese beiden Schwangerschaftskomplikationen bei Frauen mit niedrigem Einkommen und aus Minderheiten insgesamt höher war. Das Team fand auch heraus, dass Frauen, die während der Schwangerschaft keine präventive Mundgesundheitsversorgung in Anspruch nahmen, ein 1,13-fach erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Schwangerschaftsdiabetes und ein 1,08-fach erhöhtes Risiko für Hypertonie aufwiesen. Falls eine zahnmedizinische Behandlungsnotwendigkeit vorlag, der die Frauen nicht nachkamen, erhöhte sich das Risiko für eine Schwangerschaftshypertonie um den Faktor 1,28 im Vergleich zu Frauen ohne zahnmedizinische Behandlungsnotwendigkeit.

Eine unzureichende Mundpflege sowie das Hinauszögern einer zahnärztlichen Behandlung während der Schwangerschaft erhöhen das Risiko, an Parodontitis zu erkranken, die wiederum mit Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck in Zusammenhang stehen kann. „Unsere Ergebnisse bekräftigen den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit“, sagte Dr. Simona Surdu, eine der Autorinnen. Sie fordert verbesserte interprofessionelle Zusammenarbeit sowie einen optimierten Zugang zu Mundgesundheitsdiensten für schwangere Frauen – insbesondere in unterversorgten Bevölkerungsgruppen.

Sasaki N, Pang J, Surdu S et al. Use of oral health services among pregnant women and associations with gestational diabetes and hypertensive disorders of pregnancy: Insights from the 2016-2020 Pregnancy Risk Assessment Monitoring System. J Am Dent Assoc. 2025 Mar;156(3):185-197.e2. doi: 10.1016/j.adaj.2024.11.013. Epub 2025 Jan 31. PMID: 39891653.

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